Mit meinen emaillierten Schmuckkreationen, Objekten und detaillierten Aquarellzeichnungen erschaffe ich ein Fenster in eine imaginäre Welt, in der die Grenzen zwischen Tier- und Pflanzenwelt sich verwischen.

Durch das Emaillieren, eine Jahrtausende alte Schmucktechnik, aber auch durch die peinlich genauen Säge- und Lötarbeiten, die dem Emaillierprozess oft vorangehen, sind meine Arbeiten sehr zeitaufwendig. Und das mit Absicht. Mir ist wichtig, dass jede meiner Arbeiten ein Einzelstück ist, das die menschliche Lebenszeit als kostbarstes Gut zelebriert. Ich würde mir wünschen, dass von Hand hergestellte Arbeiten höher geschätzt werden als maschinell hergestellte Produkte, und möchte mich gerne dafür einsetzen.

Vielleicht hat meine Faszination von der Natur auch mit meinem Aufwachsen in Südafrika zu tun. Die Formen der dortigen Fynbos-Botanik sind tief in meinem Inneren verwurzelt und bilden einen Teil meiner Identität. Dazu kommt ein besonderes Interesse an Gärten und ihrer kulturgeschichtlichen Bedeutung für die Menschheit: Gärten als Refugium, als Paradies, Oase, als Rückzugsort, Klostergärten und botanische Gärten als Orte der naturwissenschaftlichen Forschung und Medizin, Gärten in ihrer grünen Fülle als Symbol des Lebens im Gegensatz zur Wüste, zur Dürre, zum Mangel. Die Frage nach der Bedeutung von Gärten beschäftigt mich schon seit Jahren und spielt für mich immer noch eine große Rolle.

In den letzten drei Jahren hat sich das Zusammenspiel von Zeichnung und Schmuckgestaltung bei mir in einem so engen Dialog entwickelt, dass ich seit einigen Monaten meine Arbeiten fast Ausschließlich als Kombination von dreidimensionalem Schmuck und zweidimensionaler Zeichnung präsentiere. Dabei ist der Schmuck über einer (Original-)Zeichnung eingehängt, sodass er bei Bedarf leicht herauszunehmen und zu tragen ist, um danach wieder zurück in sein "Zuhause" platziert zu werden.